Letztes Kohlefeuer im EVN Kraftwerk Dürnrohr

Foto: EVN Vorstandssprecher Stefan Szyszkowitz und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner Foto: EVN Vorstandssprecher Stefan Szyszkowitz und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner Foto: EVN / Semrad

Nach knapp 33 Jahren beendet EVN die Kohleverstromung am Standort Dürnrohr.

Das Kraftwerk Dürnrohr ist seit 1986 ein Eckpfeiler der Versorgungssicherheit Ostösterreichs. Zu Spitzenzeiten war an diesem Standort Steinkohle für bis zu einem Jahr Produktion gelagert. Bei Volllast produzierte Dürnrohr Strom für rund 1,7 Mio. Haushalte. Nun müssen andere Kraftwerke in Niederösterreich einspringen und die Versorgungssicherheit garantieren. „Ein frühzeitiger Ausstieg aus der Kohleverstromung ist ein Beitrag zum Klimaschutz in Österreich, bringt aber gleichzeitig große Herausforderungen für die heimische Versorgungssicherheit“, so EVN Vorstandssprecher Stefan Szyszkowitz.

"Der Ausstieg aus der Kohleverstromung ist ein richtiger und wichtiger Schritt, weil die Stromerzeugung durch Kohle die CO2-schädlichste Erzeugungsform ist. Niederösterreich ist schon jetzt Vorreiter bei der Stromerzeugung durch Erneuerbare Energien. Und auch beim Kohleausstieg wird Niederösterreich mit gutem Beispiel vorangehen. Ich bin überzeugt, dass der Standort Dürnrohr auch in Zukunft ein wichtiger Eckpfeiler in der Energieversorgung Niederösterreichs sein wird", erklärt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Dürnrohr bleibt zentraler Energieknoten

Dürnrohr wird als wichtiger innovativer Energiestandort weiter entwickelt. Hier nutzt die EVN 500.000 Tonnen Haus- und Gewerbemüll pro Jahr als Brennstoff zur Strom- und Wärmeerzeugung. Aus dem Müll wird Strom für 170.000 Haushalte und Fernwärme für die Landeshauptstadt St. Pölten erzeugt. Auch Industriebetriebe werden von Dürnrohr aus mit Energie versorgt.

Künftig soll dort auch der niederösterreichische Klärschlamm einer sinnvollen Verwertung zugeführt und zur Strom- und Wärmeerzeugung verwendet werden. Zusätzlich wird derzeit von der EVN die Errichtung einer großen Photovoltaik-Anlage am Standort vorbereitet. Bei diesen Projekten können auch Mitarbeiter am Standort neue berufliche Herausforderungen finden. In nächster Zeit wird die EVN über 20 Mio. Euro in den Standort Dürnrohr investieren.

Zahlen, Daten Fakten

  • Inbetriebnahme: 1986
  • Anzahl Kraftwerksblöcke: 2

o    VERBUND-Block: 405 MW – Stilllegung 2015

o    EVN-Block: 352 MW – Stilllegung 2019

  • Stromerzeugung für rund 1,7 Mio. Haushalte (beide Blöcke)
  • Schornstein: 210 m hoch – höchster Schornstein Österreichs und fünfhöchstes Gebäude Österreichs

 

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