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Archiv (11315)

Fette Weiden

Alfred Bankhamer

Es klingt fast wie ein Märchen aus »Tausend und einer Nacht«. Im Emirat Abu Dhabi sitzt ein Sohn eines unheimlich reichen Scheichs und sieht sich auf CNN einen Kurzbericht über den Salzburger Stadtbaumeister Markus Voglreiter und sein »Autowohnhaus« an. Ohne lange zu zögern, wurde der ehrgeizige 38-jährige Salzburger nach Abu Dhabi eingeladen. Danach wollten die Bauverantwortlichen gleich Pläne und Modelle haben. Für das Megaprojekt, das Technologiezentrum Autohub und das Ausstellungszentrum AutoPolis, das sich über eine zwei Kilometer lange und 600 Meter breite künstliche Insel ins Meer erstreckt, waren Ideen gefragt. »Das Autowohnhaus-Design wird hier nun in einem Hotel umgesetzt«, so Voglreiter. Rund 35 Millionen Euro wird das Luxushotel kosten, das voraussichtlich aus zwei 50 Meter hohen Riesenbeetles bestehen wird. über eine Glasröhre sind die zwei Gebäude über die Tankdeckel verbunden. Der Auspuff bläst Wasserstaub zur Verbesserung des Wüstenklimas in die Gartenanlagen. Den Vertrag hat Voglreiter schon. Mit der Planungsphase kann in ein oder zwei Monaten begonnen werden - dann soll das Vertragswerk für das Gesamtprojekt fertig gestellt sein.

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Wunderland ist abgebrannt

Von Andreas Kreutzer

Man hatte es sich gut eingerichtet am Bau. Seit den siebziger Jahren wurden Kostensteigerungen, egal, ob bei Personal oder Material, eins zu eins an die Bauherren weitergegeben. Baukostenindex und Baupreisindex entwickelten sich weitgehend parallel. Doch seit einigen Jahren ist alles anders. Seit Mitte der Neunziger steigen die Baukosten im Wohnbau deutlich rascher als die Preise. Schuld daran sind aber nicht die Baustoffpreise. Diese liegen sogar noch unter dem Baupreisindex und wirken daher kostendämpfend. Es sind die Personalkosten, die die Branche an den Rand der Existenz zu drängen scheinen. Seit 1990 ist der Lohnindex im Wohnbau um mehr als 70 Prozent gestiegen. Die Differenz Kosten versus Preise beträgt mittlerweile elf Prozentpunkte. Oder anders ausgedrückt, es mussten Kostenerhöhungen im Ausmaß von elf Prozent »geschluckt« werden. Wer die Margen im Bau- und Baunebengewerbe kennt, weiß, was diese Zahlen bedeuten. Der Sektor steht vor einem gewaltigen Ertragsproblem.

Grosse Schuldenlast.

Die Gründe, warum der jahrzehntelang praktizierte Mechanismus der Preisbildung nicht mehr funktioniert, sind rasch ausgemacht: Erstens, wir können uns den Wohnbau immer weniger leisten. Noch nie war die Verschuldung der österreichischen Haushalte mit Wohnbaukrediten und Wohnbaudarlehen so hoch wie heute. Der Schuldenstand beläuft sich auf knapp 38 Milliarden Euro. Das ist fast das Vierfache des Bestands von 1980. Durchschnittlich werden bereits 27 Prozent der Haushaltsausgaben für Bauen und Wohnen ausgegeben. Und das bei einer Eigentumsquote von mehr als 50 Prozent, wo also bei mehr als der Hälfte der Haushalte keine Miete anfällt. Wenn man in Wien eine Mietwohnung mit etwa 50 Quadratmetern sucht, beläuft sich die Miete auf gut 600 Euro. Inkludiert man Energie, kann man da leicht bis zu 50 Prozent seines Nettoeinkommens fürs Wohnen ausgeben. Zweitens, die angebotenen Leistungen sind weitgehend austauschbar, der Preis ist oftmals das einzige Wettbewerbsinstrument. Und drittens, die Nachfrage nach der weitaus günstigeren Schwarzarbeit sowohl von privater wie auch gewerblicher Seite war noch nie so stark wie heute. Das drückt auch auf die offiziellen Preise.

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Stolperstein Personalintegration

\"VorUnternehmen investieren oft viel Zeit und Geld in die Suche hochqualifizierter Fachkräfte und Spezialisten. Sind diese erst einmal gefunden, folgt die Ernüchterung oft auf den Fuß. Die Chemie mit der Kollegenschaft stimmt nicht oder die Neuen fühlen sich einfach nicht wohl. Es folgt die Trennung. Worauf Unternehmen achten müssen, damit die Personalsuche nicht zur Sisyphus-Arbeit wird.  

Von Hans-Jörg Schumacher

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Verkehrte Bausparwelt

Eine gute Entwicklung bei der Summe an ausgeliehenem Geld, und viele Bausparverträge, die demnächst auslaufen und deren Ausschüttungen von den Anlegern in KESt-freie Veranlagungen übergeführt werden: Das ist die derzeitige Situation in der s-Bausparkasse. Sie beschert deren Chef Josef Schmidinger eine geringe überliquidität von nur 18 Millionen Euro. »Große Sprünge sind damit nicht zu machen«, gibt der Banker zu. Was fehlt, sind derzeit die Einzahler. Der Mitbewerb Wüstenrot kann in dieses Klagelied nicht einstimmen. Die Abschlüsse entwickeln sich »sehr zufrieden stellend«, erklärt Wüstenrot-Sprecher Josef Mayer, der eingestehen muss, dass die Ausleihungen nicht im gleichen Tempo mitsteigen. Was im Gegensatz zur s-Bausparkasse eine überliquidität zur Folge haben dürfte. Beide Institute hoffen, dass die neuen Bausparvarianten für Bildung und Pflege neuen Schwung ins Business bringen. Wüstenrot hilft zudem mit einer Zinssenkung für Ausleihungen nach.
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Gemeinsame Sache

Die deutschen IT-Konzerne SAP und Siemens erweitern ihre globale Zusammenarbeit mit einer gemeinsam entwickelten Identity-Management-Lösung, mit der Unternehmen die Sicherheit ihrer IT-Umgebungen verbessern, die Kosten für die Einhaltung von Vorschriften (Compliance) senken und eine höhere Effizienz beim IT-Betrieb erreichen können. Die Identity-Management-Lösung von Siemens \"HiPath SIcurity DirX Identity\" ist dabei in die Technologie-Plattform \"SAP NetWeaver\" sowie in sämtliche SAP-Anwendungen integriert, so dass Firmen die IT-Zugangsrechte ihrer Mitarbeiter im gesamten Unternehmen automatisch zentralisieren und verwalten können. Dies wurde auf der in Wien stattfindenden SAP TechEd 05 angekündigt.

Das Identitätsmanagment von Mitarbeitern wird weltweit für Unternehmen infolge höherer Compliance-Anforderungen und stärker differenzierter IT-Landschaften immer wichtiger. Meist werden in Firmen zahlreiche Identitätsmanagement-Systeme für unterschiedliche Anwendungen verwaltet - ein teures und ineffizientes System, das zudem Schwachstellen in Sicherheits- und Compliancefragen aufweist. Da Unternehmen ihren Mitarbeitern Informationen anvertrauen müssen, ohne die Sicherheit zu gefährden, entwickelten SAP und Siemens nun gemeinsam die vorliegende integrierte Lösung, mit der Kunden sowohl bei SAP-Anwendungen als auch bei SAP-fremden Lösungen einfach und wirkungsvoll den Zugriff ihrer Mitarbeiter und Geschäftspartner auf vielfältige Informationen und geschäftliche Ressourcen regeln können. Siemens HiPath SIcurity DirX Identity ist in hohem Maße skalierbar und lässt sich problemlos in SAP NetWeaver integrieren: ein zentrales Identitätsmanagement-Tool, das auf alle bestehenden, heterogenen IT- und Anwendungsinfrastrukturen angewandt werden kann.

“Identitätsmanagement ist in verschiedensten Bereichen der Enterprise-IT-Infrastruktur gefragt”, so Jamie Lewis, CEO und Forschungsdirektor der Burton Group. “Angesichts der heterogenen Natur der heutigen IT-Umgebungen stellen Kooperationen zwischen Anbietern von Enterprise-Applikationen und Lieferanten von Identitätsmanagement-Lösungen ein wichtiges Element von Enterprise-Integrationskonzepten dar. Die Partnerschaft zwischen Siemens and SAP bestätigt diesen Trend und wird sich vor allem dort als besonders wertvoll erweisen, wo die beiden Unternehmen gemeinsame Kunden zu betreuen haben.”

Bei dieser integrierten Lösung wird jeder Benutzer durch eine eindeutige digitale Identität dargestellt und erhält auf der Grundlage seiner Rolle innerhalb der Organisation Zugangsrechte für Anwendungen und Systeme. Damit können Mitarbeiter komfortabel und transparent auf alle Systeme und Applikationen zugreifen, die sie für ihre Arbeitsfunktion benötigen, ohne sich dabei um die zugrunde liegende Infrastruktur kümmern zu müssen. Die Benutzerrechte werden zentral gewartet und kontinuierlich fortgeschrieben, so dass änderungen in der Organisation berücksichtigt werden können. Außerdem werden sie automatisch an alle einschlägigen Systeme übermittelt und nötigenfalls auch unverzüglich aufgehoben.

“Wir freuen uns Teil der erfolgreichen Einführung von SAP NetWeaver zu sein”, erklärt Klaus Kleinfeld, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG. \"Den Zugriff auf alle Applikationen erhalten die Nutzer über das Portal in einem Schritt. Hört sich gut an, oder? Wir implementieren es auch bei Siemens.“

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